Rechtliches

Risikohinweise

Die nachfolgende Darstellung fasst wesentliche Risiken einer Anlage in die Inhaber-Teilschuldverschreibungen der Alphawave Finance GmbH (»Alphawave Fixed Income (Dual-Tranche) 28/30«) zusammen. Sie ersetzt nicht die Lektüre des vollständigen, von der CSSF gebilligten und an BaFin sowie FMA notifizierten Wertpapierprospekts. Maßgeblich für eine Anlageentscheidung ist ausschließlich der gebilligte Wertpapierprospekt einschließlich etwaiger Nachträge sowie das aktuelle Basisinformationsblatt.

Totalverlustrisiko

Anleger tragen das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Verlusts des eingesetzten Kapitals einschließlich entgangener Zinsen. Im schlimmsten Fall – etwa im Falle einer Insolvenz der Emittentin – kann die Anlage vollständig wertlos werden.

Emittentenrisiko und Bonitätsrisiko

Die Rückzahlung der Schuldverschreibungen sowie die Zahlung der Zinsen hängen vom wirtschaftlichen Erfolg und der Zahlungsfähigkeit der Alphawave Finance GmbH ab. Verschlechtert sich deren Bonität, drohen Zins- und Kapitalausfälle.

Struktureller Nachrang und Risiken aus der Konzernfinanzierung

Die Emittentin wird die Emissionserlöse über Investitionsverträge und Darlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt an ihre Konzernmutter, die Alphawave GmbH, weiterreichen. Hieraus ergibt sich – auch bereits außerhalb einer Insolvenz – ein struktureller Nachrang von Ansprüchen aus den Schuldverschreibungen. Die wirtschaftliche Lage und die operative Geschäftstätigkeit der Konzernmutter und ihrer Tochtergesellschaften wirken sich unmittelbar auf die Bedienung der Anleihe aus.

Liquiditätsrisiko der Emittentin

Da die zufließenden Mittel unmittelbar in die Konzernmutter investiert werden, ist deren Rückzahlung an die Emittentin nicht gesichert. Zum Fälligkeitszeitpunkt der Schuldverschreibungen könnten der Emittentin daher nicht ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Wertminderungsrisiko bei Darlehensforderungen

Fällt die Konzernmutter mit der Rückzahlung gewährter Darlehen aus oder verschlechtern sich deren Ertragsaussichten, können Teilwertabschreibungen erforderlich werden. In der Folge kann die Emittentin unmittelbar gegenüber ihren Anleihegläubigern ausfallen.

Risiken aus der Geschäftstätigkeit und dem algorithmischen Handel

Anlagen in Finanzinstrumente sind stets mit erheblichen Risiken verbunden und können bis zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals der Konzernmutter führen. Auch zuvor erfolgreiche algorithmische Handelsstrategien können sich als wirkungslos erweisen. Extreme Marktphasen, geringe Volatilität, steigende Sicherheitsleistungen, hohe Korrelationen zwischen Märkten sowie Verzögerungen bei der Modellanpassung können Funktionsfähigkeit und Profitabilität erheblich einschränken. Vergangene Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Entwicklung.

Skalierungs- und Wachstumsrisiken

Der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg der Unternehmensgruppe hängt maßgeblich von der erfolgreichen Skalierung der Handelsstrategie ab. Hinsichtlich der technischen Handhabbarkeit steigender Volumina und der Stabilität der Modelle unter realen Marktbedingungen bestehen wesentliche Unsicherheiten. Weitere Risiken bestehen bei der Weiterentwicklung der Strategien, der Überführung von Anforderungen in Software, der Rekrutierung geeigneten Personals sowie beim Ausbau der Kontroll-, Sicherheits- und IT-Systeme. Diese Risiken verstärken sich bei Verlust unternehmenskritischer Personen beziehungsweise Schlüsselpersonen.

Risiko des Nichterreichens dauerhafter Profitabilität

Die Unternehmensgruppe hat in der Vergangenheit konsolidiert betrachtet Verluste erwirtschaftet. Es besteht das Risiko, dass negative wirtschaftliche Entwicklungen anhalten oder erneut auftreten.

Kurze Existenzdauer und eingeschränkte Finanzhistorie

Bei den Gesellschaften der Unternehmensgruppe handelt es sich überwiegend um vergleichsweise junge Gesellschaften mit kurzer Historie. Eine belastbare, langjährige Ertrags- und Finanzhistorie liegt nicht vor. Zum Zeitpunkt der Prospekterstellung weisen Gesellschaften der Unternehmensgruppe ein negatives Eigenkapital aus und sind bilanziell überschuldet; auf Ebene der Konzernmutter bestehen weitere nicht unwesentliche Verbindlichkeiten.

Eingeschränkte Finanzinformationen über die Unternehmensgruppe

Finanzinformationen über die Unternehmensgruppe stehen nur in eingeschränktem Umfang zur Verfügung. Eine vollständige Beurteilung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der Emittentin und der Unternehmensgruppe ist daher nur eingeschränkt möglich.

Potenzielle Interessenkonflikte

Es bestehen personelle und wirtschaftliche Verflechtungen innerhalb der Unternehmensgruppe. Insbesondere ist Herr Jan-Patrick Krüger zugleich Geschäftsführer der Emittentin, der Konzernmutter sowie weiterer verbundener Gesellschaften. Diese Mehrfachfunktionen können zu Situationen führen, in denen Entscheidungen nicht allein im Interesse der Emittentin oder der Anleihegläubiger getroffen werden.

Keine Einlagensicherung, keine laufende staatliche Kontrolle

Für die Schuldverschreibungen besteht keine Einlagensicherung durch den Einlagensicherungsfonds oder vergleichbare Instrumente. Die Schuldverschreibungen unterliegen zudem keiner laufenden staatlichen Kontrolle, auch nicht hinsichtlich der Mittelverwendung. Entscheidungen über die Geschäftstätigkeit und die Verwendung der Mittel liegen allein im Ermessen der Emittentin.

Langfristigkeit und Liquidität der Anlage

Die Schuldverschreibungen sind auf Langfristigkeit ausgelegt. Eine Veräußerung vor Ende der jeweiligen Laufzeit (Tranche A: 31. Dezember 2028; Tranche B: 31. Dezember 2030) ist möglicherweise nicht oder nur mit Abschlägen möglich. Eine Einbeziehung in den Handel an einem geregelten Markt oder ein vergleichbares Segment ist zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung weder geplant noch vorgesehen. Es sollte daher nur ein angemessener Teil des Gesamtvermögens in die Schuldverschreibungen investiert werden.

Eignung der Anlage

Die Schuldverschreibungen sind nicht für jeden Anleger als Anlageobjekt geeignet. Eine Anlageentscheidung sollte nicht ausschließlich auf Grundlage dieser Risikohinweise oder einzelner Abschnitte des Wertpapierprospekts getroffen werden, sondern auf Basis des vollständigen Prospekts und – soweit erforderlich – einer qualifizierten Beratung, die auf die persönliche Situation, die Ziele und die Kenntnisse des Anlegers zugeschnitten ist.

Steuerliche Risiken

Zinserträge aus den Schuldverschreibungen unterliegen grundsätzlich einer Besteuerung. Die steuerliche Behandlung hängt von den individuellen Verhältnissen des einzelnen Anlegers ab und kann künftig Änderungen unterliegen. Anlegern wird empfohlen, ihre persönliche steuerliche Situation zu prüfen und sich bei Bedarf von einem Steuerberater oder Rechtsanwalt individuell beraten zu lassen.

Weitere Risiken

Neben den hier dargestellten Risiken können weitere, der Emittentin derzeit nicht bekannte oder von ihr derzeit als unwesentlich eingeschätzte Risiken die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen. Risiken können sich einzeln oder kumulativ verwirklichen und sich gegenseitig verstärken.

Maßgebliche Unterlagen

Maßgeblich für eine Anlageentscheidung sind ausschließlich der von der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) gebilligte Wertpapierprospekt einschließlich etwaiger Nachträge sowie das aktuelle Basisinformationsblatt. Die Dokumente sind unter alphawave.eu/fixed-income-anleihe abrufbar.