Alphawave ist ein quantitativer Asset Manager mit regelbasierten Handelsstrategien. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe – von Backtest über Sharpe Ratio und Sortino Ratio bis Slippage – verständlich und ohne Fachjargon.
Anlageansatz, der unabhängig von der Marktrichtung eine positive Rendite anstrebt. Bezugsgröße ist nicht ein Aktien- oder Anleiheindex, sondern eine absolute Zielrendite – idealerweise auch in fallenden Märkten.
Alternative Investmentfonds nach AIFM-Richtlinie. Dazu zählen alle regulierten Fonds, die keine OGAW sind – etwa Hedgefonds, Private-Equity-Fonds, Immobilienfonds oder bestimmte Spezialfonds für institutionelle Anleger.
Sammelbegriff für Handel, der auf Basis vorab definierter Algorithmen automatisiert ausgeführt wird. Vom einfachen Order-Splitting bis zum vollautomatischen Quant-Trading – jede regelbasierte, computergestützte Ausführung fällt darunter.
Eine eindeutige, mechanische Handlungsvorschrift, die einen Computer Schritt für Schritt anweist, was er tun soll. In quantitativen Handelsstrategien legt der Algorithmus fest, wann gekauft, verkauft, abgesichert oder gewartet wird – und zwar unabhängig von Emotion oder Tagesform des Händlers.
Die risikobereinigte Mehrrendite einer Strategie gegenüber einer Vergleichsgröße (Benchmark). Positives Alpha bedeutet, dass die Strategie über das hinaus, was sich aus dem allgemeinen Markt erklären lässt, einen eigenen Renditebeitrag liefert.
Anlageklasse jenseits klassischer Aktien-, Anleihe- und Geldmarktinvestments. Dazu zählen unter anderem Hedgefonds, Private Equity, Private Debt, Rohstoffe, Immobilien und systematische Handelsstrategien.
Ein verzinsliches Wertpapier, mit dem ein Emittent (z. B. ein Unternehmen) Fremdkapital aufnimmt. Anleger erhalten regelmäßige Zinszahlungen (Kupons) und am Laufzeitende den Nennbetrag zurück.
Beispiel: Die Alphawave Fixed-Income-Anleihe ist eine Unternehmensanleihe mit klar definiertem Festzins und festen Laufzeiten.
Eine Rendite, die auf ein Jahr hochgerechnet wurde, damit Zeiträume unterschiedlicher Länge vergleichbar werden. Eine Strategie, die in sechs Monaten 5 % erzielt, weist eine annualisierte Rendite von rund 10 % aus.
Ausnutzung von Preisunterschieden für dasselbe oder eng verwandte Instrumente an unterschiedlichen Märkten oder Zeitpunkten. Im Idealfall (reine Arbitrage) entsteht ein risikoloser Gewinn.
Unternehmen, das Kapital im Auftrag Dritter nach einem definierten Anlagekonzept verwaltet. Asset Manager entwickeln Strategien, treffen Anlageentscheidungen und verantworten Risikomanagement und Reporting.
Das gesamte verwaltete Vermögen einer Strategie, eines Fonds oder eines Asset Managers. Ein wichtiger Indikator für die Größe und Skalierbarkeit eines Anbieters.
Die rechnerische Simulation einer Handelsstrategie auf historischen Marktdaten. Ziel ist es zu prüfen, wie sich die Regeln in der Vergangenheit verhalten hätten – etwa in Bezug auf Rendite, Drawdowns und Risiko. Ein Backtest ist eine notwendige, aber niemals hinreichende Grundlage für eine echte Live-Strategie.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist die deutsche Aufsichtsbehörde für Banken, Versicherungen, Wertpapieremittenten und Vermögensverwalter. Sie billigt unter anderem Wertpapierprospekte und überwacht die Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
Maß für die Sensitivität einer Strategie gegenüber Bewegungen des Gesamtmarktes. Beta = 1 bedeutet gleiche Schwankung wie der Markt, Beta = 0 bedeutet marktneutral.
Die Differenz zwischen Bid und Ask. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Handelskosten und wird besonders in volatilen oder weniger liquiden Märkten relevant.
Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate eines Investments unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts. Sie zeigt, wie schnell ein Kapitalstand im Schnitt pro Jahr gewachsen ist.
Der laufende Ertrag, den eine Position einbringt, unabhängig von Kursbewegungen – z. B. der Kupon einer Anleihe oder eine Zinsdifferenz im Devisenhandel.
Die Unterbringung eigener Handels-Server in unmittelbarer physischer Nähe zu den Matching-Engines einer Börse. Ziel ist es, die Latenz – also die Zeit zwischen Order-Entscheidung und Ausführung – auf ein Minimum zu reduzieren.
Statistisches Maß zwischen –1 und +1, das beschreibt, wie sich zwei Anlagen relativ zueinander bewegen. Niedrige oder negative Korrelationen helfen, ein Portfolio robuster aufzustellen.
Die laufende Datenverbindung, über die eine Handelsstrategie Kurs-, Order- und Marktdaten in Echtzeit bezieht. Qualität, Latenz und Granularität des Feeds sind für quantitative Strategien wesentlich.
Die Verteilung von Kapital über verschiedene Märkte, Instrumente oder Strategien mit dem Ziel, das Gesamtrisiko zu reduzieren, ohne die erwartete Rendite proportional zu senken.
Der prozentuale Rückgang vom letzten Höchststand bis zum darauffolgenden Tiefpunkt einer Equity Curve. Drawdowns sind ein zentrales Risikomaß und gehören zu jeder Strategie dazu – wichtig ist, wie tief und wie lang sie ausfallen.
Der statistische Vorteil einer Strategie. Eine Strategie hat dann einen Edge, wenn ihr erwarteter Ertrag pro Trade über viele Wiederholungen hinweg positiv ist – nach Kosten und Slippage.
Die grafische Darstellung des Kapitalverlaufs einer Strategie im Zeitverlauf. Ihre Glätte, Steigung und Drawdown-Tiefe sagen oft mehr über eine Strategie aus als eine einzelne Renditezahl.
Handel mit Aktien und aktienähnlichen Instrumenten an Börsen oder im außerbörslichen Markt. Eine der ältesten und liquidesten Anlageklassen im Finanzmarkthandel.
Ein börsengehandelter Fonds, der üblicherweise einen Index passiv nachbildet. ETFs sind kostengünstig, transparent und liquide, liefern aber definitionsgemäß kein Alpha.
Der Prozess, mit dem eine geplante Order tatsächlich am Markt umgesetzt wird. Schlechte Execution äußert sich in höheren Spreads, mehr Slippage und damit niedrigerer Nettorendite.
Ein vorab vereinbarter, über die Laufzeit gleichbleibender Zinssatz. Bei der Alphawave-Anleihe garantiert der Festzins planbare Zinseinnahmen unabhängig vom konkreten Handelsergebnis.
Der organisierte Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten – etwa Aktien, Anleihen, Devisen, Rohstoffen oder Derivaten – an Börsen oder im außerbörslichen Handel.
Sammelbegriff für festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen oder Schuldverschreibungen. Charakteristisch sind planbare Zinszahlungen und eine definierte Rückzahlung am Laufzeitende.
Die Finanzmarktaufsicht ist die österreichische Aufsichtsbehörde für Banken, Versicherungen, Wertpapierfirmen und Pensionskassen. Sie übernimmt unter anderem die Notifizierung von Wertpapierprospekten für den österreichischen Markt.
Test einer Strategie auf neuen, in der Entwicklung nicht verwendeten Marktdaten – entweder simuliert oder mit Echtgeld in kleinem Maßstab. Er prüft, ob ein Backtest-Ergebnis auch außerhalb der Optimierungsperiode standhält.
Einsatz von Fremdkapital oder gehebelten Instrumenten (z. B. Futures), um mit weniger Eigenkapital eine größere Marktposition zu kontrollieren. Hebel verstärkt Gewinne und Verluste gleichermaßen.
Aktiv verwalteter Fonds mit weitreichenden Freiheiten bei Anlageinstrumenten, Hebel, Short-Positionen und Derivaten. Ziel ist häufig eine marktunabhängige (Absolute-Return-)Rendite.
Der Anteil der Gewinn-Trades an allen Trades einer Strategie. Eine hohe Hit Rate ist nicht automatisch besser – entscheidend ist die Kombination aus Trefferquote und durchschnittlichem Gewinn-Verlust-Verhältnis.
Vollautomatisierter Handel auf sehr kurzen Zeitskalen (Millisekunden bis Mikrosekunden). Quantitative Strategien wie die von Alphawave arbeiten meist auf längeren Zeithorizonten und sind kein HFT.
Trennung der Datenbasis bei der Strategieentwicklung. In-Sample-Daten werden zur Konstruktion und Optimierung genutzt, Out-of-Sample-Daten dienen als unabhängiger Plausibilitätstest, um Overfitting zu erkennen.
Die International Securities Identification Number ist eine zwölfstellige, weltweit eindeutige Kennnummer für Wertpapiere. Jede Tranche der Alphawave-Anleihe verfügt über eine eigene ISIN.
Numerische Größe zur Beurteilung von Rendite, Risiko oder Qualität einer Strategie. Typische Beispiele sind Sharpe Ratio, Sortino Ratio, Maximum Drawdown und CAGR.
Die periodische Zinszahlung einer Anleihe, ausgedrückt als Prozentsatz des Nennbetrags. Bei der Alphawave-Anleihe ist die Kuponhöhe vertraglich festgelegt.
Deutsches Gesetz über das Kreditwesen. Es regelt unter anderem, welche Erlaubnis Banken und Finanzdienstleister benötigen, und definiert Begriffe wie das Einlagengeschäft, das Kreditgeschäft und Finanzdienstleistungen.
Die Zeitdifferenz zwischen einem Marktereignis und der Reaktion eines Systems darauf. Niedrige Latenz ist Voraussetzung für Strategien, die auf kurzfristige Preisbewegungen reagieren.
Maß dafür, wie schnell und ohne große Preisbewegung ein Wertpapier gekauft oder verkauft werden kann. Hohe Liquidität bedeutet enge Spreads und geringe Slippage.
„Long“ bezeichnet eine Position, die von steigenden Kursen profitiert, „Short“ eine, die von fallenden Kursen profitiert. Long-Short-Strategien können in beiden Marktrichtungen Erträge erwirtschaften.
Marktteilnehmer, der verbindlich Kauf- und Verkaufskurse stellt und damit Liquidität bereitstellt. Sein Ertrag stammt typischerweise aus dem Bid-Ask-Spread.
Strategie, die durch Kombination von Long- und Short-Positionen ein Netto-Marktexposure nahe null anstrebt. Ziel ist es, Rendite aus relativen Bewegungen zu generieren, statt aus der allgemeinen Marktrichtung.
Der größte historische Rückgang vom Hoch zum Tief in einer Equity Curve. Eine der wichtigsten Kennzahlen, um das tatsächliche Risikoempfinden einer Strategie einzuschätzen.
Strategiefamilie, die darauf setzt, dass Kurse nach übertriebenen Ausschlägen wieder in Richtung ihres längerfristigen Mittelwerts zurückkehren. Statt einem Trend zu folgen, wird gegen die kurzfristige Bewegung gehandelt.
Stilrichtung des quantitativen Investierens, die darauf setzt, dass jüngst starke (schwache) Märkte tendenziell auch in naher Zukunft relative Stärke (Schwäche) zeigen.
Verfahren, bei dem mögliche Strategieverläufe durch zufällige Wiederholung simuliert werden, um Bandbreiten für Rendite, Drawdown und andere Kennzahlen abzuschätzen.
Handel, der gezielt auf Nachrichten und Datenveröffentlichungen reagiert – etwa Zinsentscheidungen, Konjunkturdaten, Unternehmensergebnisse oder geopolitische Ereignisse.
Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren – ein EU-weit harmonisierter Fondstyp mit hohen Anlegerschutz-Standards. OGAW-Fonds dürfen EU-weit an Privatanleger vertrieben werden.
Abkürzung für Open, High, Low, Close – die vier zentralen Kursdaten pro Periode (z. B. pro Minute, Stunde, Tag). Grundlage für viele Indikatoren und Backtests.
Wenn eine Strategie so stark an historische Daten angepasst wird, dass sie diese sehr gut erklärt, im Live-Betrieb jedoch versagt. Vermeidung erfolgt u. a. durch Out-of-Sample-Tests und Walk-Forward-Analysen.
Standardisierter Bericht über die Wertentwicklung einer Strategie oder eines Fonds, der Kennzahlen wie Rendite, Volatilität, Drawdown, Sharpe Ratio und Sortino Ratio bündelt.
Die Regel, die festlegt, wie groß eine einzelne Position relativ zum Gesamtkapital ist. Position Sizing ist häufig wichtiger für das Endergebnis als die Einstiegsregel selbst.
Handel auf Basis quantitativer Modelle: Mathematik, Statistik und Programmcode bestimmen, wann und in welchem Umfang gekauft, verkauft oder abgesichert wird – nicht das Bauchgefühl eines Händlers.
Investmentansatz, bei dem Entscheidungen systematisch und regelbasiert anhand mathematischer Modelle und Daten getroffen werden – statt anhand subjektiver Einschätzungen einzelner Personen.
Luxemburger Fondsvehikel für professionelle und semiprofessionelle Anleger. Ein RAIF wird nicht selbst von der Aufsicht zugelassen, sondern indirekt über seinen regulierten AIFM beaufsichtigt – das verkürzt das Time-to-Market deutlich.
Beziehung zwischen erwarteter Rendite und eingegangenem Risiko. Strategien werden nicht allein an ihrer Rendite gemessen, sondern daran, welches Risiko dafür eingegangen wurde.
Eigenschaft einer Strategie, sich auch unter veränderten Marktbedingungen oder leicht abgewandelten Parametern stabil zu verhalten. Robuste Strategien überleben Regimewechsel besser als hochoptimierte.
Verhältnis aus Überschussrendite (Rendite abzüglich risikoloser Zins) und Gesamtvolatilität. Misst, wie viel Rendite eine Strategie pro Einheit Gesamtrisiko liefert. Werte > 1 gelten als gut, > 2 als sehr gut.
Differenz zwischen dem geplanten Ausführungskurs einer Order und dem tatsächlich erzielten Kurs. Tritt vor allem bei großen Orders, geringer Liquidität oder schnellen Bewegungen auf und schmälert die Nettorendite.
Ausführungsalgorithmen, die im Orderbuch auf versteckte oder kurz aufblitzende Liquidität reagieren und sehr schnell zugreifen, sobald passende Bedingungen erkannt werden – häufig im Umfeld großer institutioneller Orders.
Variante der Sharpe Ratio, die nur die Abwärtsvolatilität (Downside Deviation) bestraft. Sie bildet besser ab, was Anleger als Risiko empfinden, da Aufwärtsschwankungen nicht negativ gewertet werden.
Verfahren, bei dem ein Mehrheitsaktionär die verbliebenen Minderheitsaktionäre einer Aktiengesellschaft gegen eine angemessene Barabfindung aus dem Unternehmen drängen kann, sobald er eine gesetzlich definierte Schwelle (in Deutschland in der Regel 95 %) überschritten hat.
Handelsstil mit Haltedauern von typischerweise einigen Tagen bis wenigen Wochen. Ziel ist es, mittelfristige Kursbewegungen („Swings") innerhalb eines übergeordneten Trends oder einer Range zu nutzen.
Handel, der ausschließlich nach vorab festgelegten Regeln erfolgt – im Gegensatz zu diskretionärem Handel, bei dem ein Mensch im Einzelfall entscheidet.
Die kleinstmögliche Preisbewegung eines Wertpapiers oder Kontrakts. Tickdaten enthalten jeden einzelnen Trade und sind die feinste Granularität an Marktdaten.
Marktteilnehmer, der Finanzinstrumente kauft und verkauft – beruflich für eine Bank, einen Asset Manager oder ein Handelshaus, oder als Privatperson auf eigene Rechnung.
Die Gesamtheit aller Instrumente, in denen eine Strategie grundsätzlich handeln darf. Ein klar definiertes Universum ist Voraussetzung für reproduzierbare Backtests.
Statistische Schätzung des maximalen Verlusts einer Position oder eines Portfolios innerhalb eines Zeitraums bei einem gegebenen Konfidenzniveau (z. B. 95 %).
Maß für die Schwankungsbreite von Kursen oder Renditen, meist als annualisierte Standardabweichung angegeben. Hohe Volatilität bedeutet stärker schwankende Renditen – nicht zwingend höheres Verlustrisiko.
Erweiterte Form des Out-of-Sample-Tests, bei der eine Strategie wiederholt auf rollierenden Zeitfenstern optimiert und anschließend auf den jeweils nächsten, unbekannten Abschnitten getestet wird.
Von der Aufsichtsbehörde (in Deutschland der BaFin, in Österreich der FMA) gebilligtes Dokument, das alle wesentlichen Informationen zu einem öffentlich angebotenen Wertpapier enthält – einschließlich Risiken, Konditionen und Mittelverwendung.
Deutsches Gesetz, das den Handel mit Wertpapieren und Derivaten regelt. Es enthält unter anderem Wohlverhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten für Wertpapierdienstleistungsunternehmen sowie die Regeln zu Insiderhandel und Marktmanipulation.
Statistische Untersuchung von Daten, die in zeitlicher Reihenfolge erhoben wurden – etwa historische Kurse. Sie bildet das mathematische Fundament vieler quantitativer Strategien.
Noch Fragen?
Begriffe verstanden – Konzept erleben.
Im Ratgeber zeigen wir, wie diese Kennzahlen in der Alphawave-Strategie zusammenspielen – von Backtest und Robustheitstests bis zu den Performance-Reports.