Alphawave Glossar
Sharpe Ratio
Verhältnis aus Überschussrendite (Rendite abzüglich risikoloser Zins) und Gesamtvolatilität. Misst, wie viel Rendite eine Strategie pro Einheit Gesamtrisiko liefert. Werte > 1 gelten als gut, > 2 als sehr gut.
Key Facts
- Erfinder
- William F. Sharpe (1966), Nobelpreis 1990
- Formel
- (Rendite − Risikofreier Zins) / Volatilität
- Faustregel
- > 1 gut, > 2 sehr gut, > 3 außergewöhnlich
Die Sharpe Ratio misst Überrendite pro Einheit Gesamtrisiko (Volatilität). Werte über 1 gelten als gut, über 2 als sehr gut, über 3 als außergewöhnlich.
Sie hat Schwächen: Behandelt Auf- wie Abwärtsbewegungen gleich. Wer das nicht möchte, nutzt die Sortino Ratio.
Was Sharpe wirklich aussagt, und was nicht
Die Sharpe Ratio drückt aus, wie viel Überrendite ein Investor pro Einheit eingegangenem Risiko bekommt. Sie ist die meistzitierte risikoadjustierte Kennzahl überhaupt.
Schwächen: Sie behandelt Aufwärts- und Abwärtsvolatilität gleich (was kein Anleger so empfindet), reagiert empfindlich auf nicht-normalverteilte Renditen und kann durch Strategien mit fat tails (z. B. Vol-Selling) künstlich aufgebläht werden.
Typische Sharpe Ratios als Referenz
| Strategie / Markt | Sharpe (langfristig) |
|---|---|
| S&P 500 (1928 – 2023) | ≈ 0,4 |
| 60/40-Portfolio | ≈ 0,5 |
| Diversifizierte CTA | 0,5 – 0,8 |
| Top-Quant-Multi-Strategy | 1,5 – 2,5 |
| Renaissance Medallion (lt. Veröffentlichungen) | > 4 |