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Sharpe Ratio

Letztes Update: 17. Juni 2026

Verhältnis aus Überschussrendite (Rendite abzüglich risikoloser Zins) und Gesamtvolatilität. Misst, wie viel Rendite eine Strategie pro Einheit Gesamtrisiko liefert. Werte > 1 gelten als gut, > 2 als sehr gut.

Key Facts

Erfinder
William F. Sharpe (1966), Nobelpreis 1990
Formel
(Rendite − Risikofreier Zins) / Volatilität
Faustregel
> 1 gut, > 2 sehr gut, > 3 außergewöhnlich

Die Sharpe Ratio misst Überrendite pro Einheit Gesamtrisiko (Volatilität). Werte über 1 gelten als gut, über 2 als sehr gut, über 3 als außergewöhnlich.

Sie hat Schwächen: Behandelt Auf- wie Abwärtsbewegungen gleich. Wer das nicht möchte, nutzt die Sortino Ratio.

Was Sharpe wirklich aussagt, und was nicht

Die Sharpe Ratio drückt aus, wie viel Überrendite ein Investor pro Einheit eingegangenem Risiko bekommt. Sie ist die meistzitierte risikoadjustierte Kennzahl überhaupt.

Schwächen: Sie behandelt Aufwärts- und Abwärtsvolatilität gleich (was kein Anleger so empfindet), reagiert empfindlich auf nicht-normalverteilte Renditen und kann durch Strategien mit fat tails (z. B. Vol-Selling) künstlich aufgebläht werden.

Typische Sharpe Ratios als Referenz

Strategie / MarktSharpe (langfristig)
S&P 500 (1928 – 2023)≈ 0,4
60/40-Portfolio≈ 0,5
Diversifizierte CTA0,5 – 0,8
Top-Quant-Multi-Strategy1,5 – 2,5
Renaissance Medallion (lt. Veröffentlichungen)> 4