Alphawave Glossar

Value at Risk (VaR)

Letztes Update: 17. Juni 2026

Statistische Schätzung des maximalen Verlusts einer Position oder eines Portfolios innerhalb eines Zeitraums bei einem gegebenen Konfidenzniveau (z. B. 95 %).

Key Facts

Eingeführt
J.P. Morgan, RiskMetrics 1994
Typische Konfidenz
95 % / 99 %
Regulatorisch verankert
Basel II/III, Solvency II

VaR schätzt den maximalen Verlust, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit über einen definierten Zeitraum nicht überschritten wird, z. B. „1-Tages-VaR 99 % = 1,2 %“.

VaR sagt nichts darüber, wie schlimm es im 1-%-Fall werden kann. Deshalb wird er um Expected Shortfall und Stresstests ergänzt.

VaR ist Standard, mit klaren Grenzen

VaR beantwortet: „Mit welchem Verlust ist mit X % Wahrscheinlichkeit über Y Tage höchstens zu rechnen?“. Er ist ein Industriestandard, aber er ignoriert, was im Tail passiert.

Die Finanzkrise 2008 zeigte: Wer sich nur an VaR orientiert, unterschätzt Extrem­ereignisse systematisch. Heute wird er ergänzt um Expected Shortfall (CVaR), Stresstests und Reverse-Stresstests.