Alphawave Glossar
Value at Risk (VaR)
Statistische Schätzung des maximalen Verlusts einer Position oder eines Portfolios innerhalb eines Zeitraums bei einem gegebenen Konfidenzniveau (z. B. 95 %).
Key Facts
- Eingeführt
- J.P. Morgan, RiskMetrics 1994
- Typische Konfidenz
- 95 % / 99 %
- Regulatorisch verankert
- Basel II/III, Solvency II
VaR schätzt den maximalen Verlust, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit über einen definierten Zeitraum nicht überschritten wird, z. B. „1-Tages-VaR 99 % = 1,2 %“.
VaR sagt nichts darüber, wie schlimm es im 1-%-Fall werden kann. Deshalb wird er um Expected Shortfall und Stresstests ergänzt.
VaR ist Standard, mit klaren Grenzen
VaR beantwortet: „Mit welchem Verlust ist mit X % Wahrscheinlichkeit über Y Tage höchstens zu rechnen?“. Er ist ein Industriestandard, aber er ignoriert, was im Tail passiert.
Die Finanzkrise 2008 zeigte: Wer sich nur an VaR orientiert, unterschätzt Extremereignisse systematisch. Heute wird er ergänzt um Expected Shortfall (CVaR), Stresstests und Reverse-Stresstests.