Transparenz

Erträge, Skalierungsfähigkeit und operative Substanz von Alphawave: Eine ergänzende Faktendarstellung

Sarah Brenner

Sarah Brenner

Investor Relations

30. April 202610 Min. Lesezeit
Alphawave GmbH Office Düsseldorf

Dieser Beitrag ergänzt die Darstellung der Stiftung Warentest um testierte Erträge, die technische Skalierungsfähigkeit, die Live-Performance und die Gruppenstruktur von Alphawave. Er ordnet die Fakten ein, die aus unserer Sicht zu einer vollständigen Bewertung der Alphawave Finance Anleihe gehören.

Die Stiftung Warentest hat mit ihren Artikeln „Anleihen: Vorsicht bei Alphawave GmbH“ und „Kartenhaus Alphawave“ vor Alphawave gewarnt. Dabei wurde unser Geschäftsmodell jedoch aus unserer Sicht methodisch grob fehlerhaft analysiert; der Blick fast ausschließlich auf Risiken gerichtet, während die angemessene Gewichtung von Chancen und Risiken zurücktritt. Klar, jede Geldanlage birgt Risiken, doch bei Alphawave steht einer soliden, profitablen operativen Basis sowie einem wissenschaftlich belegten, international anerkannten Handelsansatz gegenüber.

Wir laden Sie daher ausdrücklich ein, sich ein eigenes Bild zu machen, es lohnt sich, genauer hinzuschauen. Alphawave basiert auf acht Jahren Forschung und Entwicklung und arbeitet seit Beginn des Live-Handels in 2024 höchst profitabel mit einem international anerkannten, wissenschaftlich untersuchten Ansatz. Ausführliche Informationen und Belege finden Sie in unserem Transparenz‑Bereich.

Wir finden es schade, überhaupt eine Stellungnahme abgeben zu müssen. Der Autor dieser Artikel scheint innovationsfeindlich eingestellt; seine generelle Kritik an Einzelaktien und Anleihen liest sich eher als Interessenpolitik denn als neutrale Verbraucheraufklärung eines mündigen Verbrauchers. Da wir ein zukunftsfähiges Unternehmen sind, verlieren aus unserer Sicht die Anleger, die den gut gemeinten, aber sehr vereinfachten Empfehlungen der Stiftung Warentest vertrauen. Machen Sie sich selbst ein Bild.

Dieser Beitrag fasst zusammen, welche Fakten im Test.de-Artikel nicht vorkommen, obwohl sie für die Bewertung einer Unternehmensanleihe entscheidend sind. Eine ausführliche Stellungnahme zur Berichterstattung findet sich hier.

Key Takeaways

  • Erträge: Die Alphawave GmbH erzielte 2024 rund 1,2 Mio. € und 2025 rund 2,8 Mio. € Handelserträge bei positiven Jahresergebnissen (testiert).
  • Skalierungsfähigkeit: Das Handelsmodell ist nach unabhängiger wissenschaftlicher Analyse bis in den dreistelligen Millionenbereich skalierbar, wie das Gutachten der Heriot-Watt University bestätigt.
  • Testate: Die Live-Handelsergebnisse 2024–2025 sind durch Wirtschaftsprüfer testiert und öffentlich im Transparenz-Bereich einsehbar.
01

Die tatsächlichen Erträge – im Artikel nicht abgebildet

Im Test.de‑Beitrag liegt der Fokus fast ausschließlich auf alten Bilanzstichtagen aus unserer Forschungs- und Entwicklungsphase. Ergänzend dazu stehen für 2024 und 2025 testierte Live-Handelsergebnisse zur Verfügung, die wir der Stiftung Warentest vorab übermittelt haben.

Zudem beobachten wir, dass die Stiftung Warentest bei Emittenten verstärkt Beiträge veröffentlicht, in denen Risiken isoliert herausgearbeitet werden. Die dort verwendeten White- und Blacklists lassen außer Acht, dass der Gesetzgeber bewusst einen Rahmen geschaffen hat, in dem Anleger auch an innovativen Modellen partizipieren können.

Gerade im professionellen Bereich zählen alternative Investments bei sachgerechter Struktur, Regulierung und Risikosteuerung seit Jahren zu den attraktivsten Anlageklassen. In diesem Umfeld ist Alphawave positioniert. Die vollständigen Zahlen, Gutachten und Prüfberichte stellen wir in unserem Transparenz-Bereich bereit, damit Sie sich selbst ein fundiertes Bild machen können.

Was in der Berichterstattung fehlt

  • Handelserträge der Alphawave GmbH 2024: rund 1,2 Mio. € bei einem Jahresüberschuss von rund 0,3 Mio. €.
  • Handelserträge 2025: rund 2,8 Mio. € bei einem Jahresergebnis von rund 1,11 Mio. €.
  • Testiertes kumuliertes Ergebnis des proprietären Eigengeschäfts 2024–2025: 32,57 %, davon allein 20,48 % im Jahr 2025 (Stand Januar 2026; jeweils testiert; annualisiert entspricht dies 19,5 % p. a.)

Eine vollständige Bonitätsbewertung umfasst sowohl die aktuellen testierten Erträge und Jahresergebnisse der operativen Gesellschaft als auch die Entwicklungshistorie.

Testierte Handelsergebnisse 2024–2025 ansehen 

02

Skalierungsfähigkeit – im Artikel nicht eingeordnet

Die Stiftung Warentest leitet aus dem Emissionsvolumen eine vermeintlich „notwendige Rendite“ ab, ohne zu berücksichtigen, in welcher Größenordnung das zugrunde liegende Handelssystem tatsächlich tragfähig arbeitet. Genau diese Frage ist für ein Quant-Modell entscheidend.

Was unabhängig analysiert wurde

  • Die Heriot-Watt University hat das Handelssystem in einer wissenschaftlichen Stellungnahme analysiert und die technische Robustheit der Simulations- und Ausführungsinfrastruktur bestätigt.
  • Die Simulationsumgebung verarbeitet bis zu 14 Mio. Ticks pro Sekunde – ein Vielfaches gängiger Industriestandards – und erlaubt belastbare Tests über tausende Marktszenarien.
  • Das Modell NC 6.1 ist nach interner Analyse bis in den dreistelligen Millionenbereich skalierbar, ohne dass eine systematische Verschlechterung der erwarteten Kennzahlen modelliert wird.
  • Die operativen Kosten skalieren unterproportional: Mehr verwaltetes Kapital erhöht den Aufwand nicht im gleichen Verhältnis, weil die Infrastruktur bereits aufgebaut ist.

Die Stiftung Warentest hat diese Aspekte in ihrer Renditerefordernis-Rechnung weder erwähnt noch in die Bewertung einbezogen. Aus unserer Sicht ist eine Aussage über die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Anleihe ohne diese Einordnung methodisch unvollständig.

Skalierungsfähigkeit von NC 6.1Im Podcast erläutern wir die Skalierungsfähigkeit des Modells.
03

Das Handelsmodell selbst – im Artikel nicht beschrieben

Alphawave verfolgt einen tagesbasierten, regelbasierten, marktneutralen Ansatz – keine direktionalen Marktwetten, sondern die systematische Nutzung kurzfristiger statistischer Preisabweichungen.

  • Tagesbasierter, marktneutraler Ansatz (Kursbewegungen in beide Richtungen werden ausgeglichen genutzt): Positionen werden in der Regel innerhalb eines Handelstages geschlossen, kein Übernacht-Risiko.
  • Regelbasiert und vollautomatisiert: Jede Entscheidung folgt vordefinierten statistischen Signalen, nicht subjektivem Bauchgefühl.
  • Geringe Korrelation zum Aktienmarkt: Das Modell zielt auf statistische Ineffizienzen, nicht auf Markttrends.
  • Algorithmische Risikogrenzen: Maximale Positionsgrößen, Stop-Mechaniken und Tageslimits sind im System verankert.

Risikoeffizienz im Vergleich: RoMaD vs. DAX-ETF

Rendite allein sagt wenig über die Qualität einer Strategie aus. Wesentlich ist die Effizienz, mit der Risiko in Ertrag verwandelt wird. Der RoMaD (Return on Maximum Drawdown) setzt die durchschnittliche Jahresrendite ins Verhältnis zum maximalen historischen Wertverlust. Ein direkter Vergleich mit einem marktbreiten DAX-ETF zeigt, warum diese Kennzahl für das Alphawave-Modell relevant ist.

KennzahlDAX-ETF (historisch)Alphawave NC 6.1
Durchschnittliche Jahresrenditeca. 7,5 %ca. 28,0 %
Maximaler Drawdownbis zu 60,0 %ca. 23,7 %
RoMaD (Risikoeffizienz)0,11,2

Die Stiftung Warentest wurde mehrfach zu vertiefenden Gesprächen, Live-Demonstrationen und Einblicken in Simulationen und Infrastruktur eingeladen. Diese Einladungen wurden nicht angenommen. Eine inhaltliche Würdigung des Handelsmodells findet im Artikel deshalb nicht statt.

Jan-Patrick Krüger über 8 Jahre Quant-Forschung & SkalierungHintergrund zum Handelsmodell und zur technischen Infrastruktur.
04

Die Gruppenstruktur und Schutzlogik – im Artikel verkürzt

Der Test.de-Beitrag beschreibt die Gruppenstruktur in einer Weise, die den Eindruck erweckt, Anleger stünden wirtschaftlich „ganz hinten“. Tatsächlich ist die Struktur bewusst so gestaltet, dass das Risiko überwiegend bei den Gesellschaftern liegt.

  • Gesellschafter werden als letztes bedient: Sie dürfen erst bedient werden, nachdem die Gesellschaft ausreichend Eigenkapital aufgebaut hat.
  • Externe qualifizierte Rangrücktritte: Mehrere gruppeninterne Forderungen treten hinter die Anleihegläubiger zurück und sind nicht vor diesen fällig.
  • Begrenzte Drittgläubiger: Die operative Gesellschaft hat außerhalb der Gruppe nur einen kleinen Kreis weiterer Gläubiger.
  • Mittelverwendung ist prospektiert und offengelegt: Reinvestition, Skalierung und Refinanzierung folgen einer end-fälligen, dokumentierten Kapitalstrukturlogik mit produktiver Reinvestition im Zeitverlauf.

Diese Logik ist im Wertpapierprospekt nachlesbar. In der Berichterstattung wurde sie nicht im Detail dargestellt, obwohl die Stiftung Warentest so etwas untersuchen kann.

05

Wer ist eigentlich Emittentin? – im Artikel vermischt

Emittentin der Anleihe ist ausschließlich die Alphawave Finance GmbH mit eigenem, CSSF-gebilligtem und BaFin-notifiziertem Wertpapierprospekt. Die Alphawave GmbH ist die operative Handelsgesellschaft.

  • Emittentin der Anleihe ist die Alphawave Finance GmbH, eine eigenständige Gesellschaft mit eigenem CSSF-gebilligten Wertpapierprospekt (BaFin-notifiziert).
  • Die Alphawave GmbH ist die operative Gesellschaft, die das Handelssystem betreibt und auf eigene Rechnung handelt.
  • Es bestehen keine Kundendepots, keine Vermögensverwaltung gegenüber Dritten und kein eigener Anleihevertrieb durch die Alphawave GmbH.

Eine sachgerechte Anlegerinformation konzentriert sich auf das konkrete Produkt der tatsächlichen Emittentin – die Alphawave Finance GmbH – und deren dokumentierte Finanz- und Geschäftsdaten.

06

Die Rechnung der „62 % notwendigen Rendite“ – methodisch verkürzt

Eine der zentralen Aussagen des Artikels ist eine errechnete „notwendige Rendite“ aus dem Emissionsvolumen. Diese Rechnung übersieht aus unserer Sicht mehrere Punkte.

  • Der „Target Yield“ ist im Konzept ein nicht-bindender Referenzwert, kein fester Liquiditätsanspruch der Gesellschafter gegenüber der Emittentin.
  • Gruppeninterne Mittel haben andere Konditionen als Anleihezinsen und sind nachrangig – sie können nicht 1:1 in eine operative Bruttorendite umgerechnet werden.
  • Die Tilgung folgt einer end-fälligen Struktur: Das Unternehmen muss seine Verpflichtungen nicht „ansparen“, sondern kann Kapital im Zeitverlauf produktiv einsetzen und refinanzieren.
  • Erwirtschaftete Gewinne werden reinvestiert, was die effektive Renditeschwelle deutlich senkt.

Aus diesen Gründen entspricht die im Test.de-Beitrag genannte Rendite-Schwelle aus unserer Sicht nicht der wirtschaftlichen Realität der Anleihe, sondern dem Ergebnis einer methodisch verkürzten Modellrechnung.

07

Die Korrespondenz mit der Stiftung Warentest – im Artikel nicht zitiert

Vor Veröffentlichung des Artikels gab es einen umfangreichen schriftlichen Austausch zwischen Alphawave und der Stiftung Warentest. Darin wurden u. a. die folgenden Punkte ausführlich beantwortet.

  • Die Herkunft und Bedeutung des Markennamens „Alphawave“.
  • Der Weg zur Profitabilität ab 2024 inklusive der konkreten Zahlen für 2024 und 2025.
  • Die Beziehung zur 123 Invest Group und die rechtliche Abgrenzung der Gesellschaften.
  • Die technologische Infrastruktur, die Risikokennzahlen (u. a. Ending VAMI 1.323,11, Max Drawdown 9,37 %, Sharpe 0,71) und die Mittelverwendung.
  • Die Erläuterung der Skalierbarkeit des Handelsmodells bis in den Bereich von 100 Mio. € verwaltetem Kapital.

Diese inhaltlichen Antworten sind im veröffentlichten Beitrag nicht erkennbar berücksichtigt worden. Wir stellen die Korrespondenz daher transparent zur Verfügung.

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Fazit: Risikohinweise sind kein Ersatz für eine Analyse

Risikohinweise aus einem Wertpapierprospekt sind gesetzlich vorgeschrieben und beschreiben Worst-Case-Szenarien. Sie sind ein wichtiger Teil der Anlegerinformation, aber sie ersetzen keine Analyse des tatsächlichen Geschäftsmodells, der operativen Substanz, der Skalierungsfähigkeit und der Zukunftsperspektive einer Emittentin.

Wir teilen das Ziel des Verbraucherschutzes und nehmen jede kritische Auseinandersetzung mit unserem Geschäftsmodell ernst. Wir bitten Leserinnen und Leser jedoch, sich ein eigenes Bild zu machen – auf Basis der Originaldokumente, der testierten Ergebnisse und unserer ausführlichen Stellungnahme.

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Video: Unsere Stellungnahme im Gespräch

Stellungnahme zur Berichterstattung der Stiftung Warentest

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