Was im Stiftung-Warentest-Artikel zu Alphawave nicht steht: Erträge, Skalierungsfähigkeit, Substanz
Sarah Brenner
Investor Relations

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Berichterstattung über die Alphawave Finance Anleihe vor allem prospektierte Risikohinweise und vereinfachte Modellrechnungen in den Vordergrund gestellt. Wesentliche Bestandteile unseres Geschäftsmodells – nachweisbare Erträge, technische Skalierungsfähigkeit, testierte Live-Performance und unsere Gruppenstruktur – wurden hingegen nicht oder nur verkürzt dargestellt. Wir ergänzen daher die Sachverhalte, die aus unserer Sicht zu einer vollständigen Einordnung gehören.
Dieser Beitrag versteht sich als Ergänzung zu unserer ausführlichen Stellungnahme. Er fasst zusammen, welche Fakten im Test.de-Artikel nicht vorkommen, obwohl sie für die Bewertung einer Unternehmensanleihe entscheidend sind.
Key Takeaways
- Erträge fehlen: Die Alphawave GmbH erzielte 2024 rund 1,2 Mio. € und 2025 rund 2,8 Mio. € Handelserträge bei positiven Jahresergebnissen – im Artikel werden diese nicht erwähnt.
- Skalierungsfähigkeit fehlt: Das Handelsmodell ist nach unabhängiger wissenschaftlicher Analyse bis in den dreistelligen Millionenbereich skalierbar – im Artikel nicht eingeordnet.
- Testate fehlen: Die Live-Handelsergebnisse 2024–2025 sind durch Wirtschaftsprüfer testiert – die Stiftung Warentest hat dieses Dokument nicht in die Bewertung einbezogen.
Die tatsächlichen Erträge – im Artikel nicht abgebildet
Im Test.de-Beitrag liegt der Fokus auf alten Bilanzstichtagen aus der Forschungs- und Entwicklungsphase. Die aktuell verfügbaren Zahlen aus dem produktiven Live-Handel werden hingegen nicht abgebildet, obwohl sie der Stiftung Warentest vor Veröffentlichung zur Verfügung gestellt wurden. Für uns nicht nachvollziehbar, warum sie das macht. Allerdings haben wir beobachtet, dass die Stiftung Warentest vermehrt Artikel über Emittenten veröffentlicht und dabei Risiken isoliert herausarbeitet. Bei Tagesgeld, ETFs und Fonds wägt sie Risiken und Chancen hingegen ab. Für uns methodisch nicht nachvollziehbar. Sie zeichnet eine white- und blacklist ohne Gedanken des Gesetzgebers zu reflektieren, dass es noch mehr gibt und dies auch für Anleger geschaffen wurde, an innovativen Modellen zu partizieren. Diese müssen nicht immer gut sein, in unserem Fall aber schon.
Was in der Berichterstattung fehlt
- Handelserträge der Alphawave GmbH 2024: rund 1,2 Mio. € bei einem Jahresüberschuss von rund 0,3 Mio. €.
- Handelserträge 2025: rund 2,8 Mio. € bei einem Jahresergebnis von rund 1,11 Mio. €.
- Testiertes kumuliertes Ergebnis des proprietären Eigengeschäfts 2024–2025: 32,57 %, davon allein 20,48 % im Jahr 2025 (Stand Januar 2026; jeweils testiert; annualisiert entspricht dies 19,5 % p. a.)
Diese Zahlen wurden im veröffentlichten Beitrag nicht aufgegriffen. Eine sachgerechte Bewertung der Bonität einer Anleihe-Emittentin in einer Konzerngruppe muss aus unserer Sicht zwingend die aktuellen Erträge und das Jahresergebnis der operativen Gesellschaft umfassen – nicht nur historische Verlustphasen aus der Entwicklungszeit.
Skalierungsfähigkeit – im Artikel nicht eingeordnet
Die Stiftung Warentest leitet aus dem Emissionsvolumen eine vermeintlich „notwendige Rendite“ ab, ohne zu berücksichtigen, in welcher Größenordnung das zugrunde liegende Handelssystem tatsächlich tragfähig arbeitet. Genau diese Frage ist für ein Quant-Modell entscheidend.
Was unabhängig analysiert wurde
- Die Heriot-Watt University hat das Handelssystem in einer wissenschaftlichen Stellungnahme analysiert und die technische Robustheit der Simulations- und Ausführungsinfrastruktur bestätigt.
- Die Simulationsumgebung verarbeitet bis zu 14 Mio. Ticks pro Sekunde – ein Vielfaches gängiger Industriestandards – und erlaubt belastbare Tests über tausende Marktszenarien.
- Das Modell NC 6.1 ist nach interner Analyse bis in den dreistelligen Millionenbereich skalierbar, ohne dass eine systematische Verschlechterung der erwarteten Kennzahlen modelliert wird.
- Die operativen Kosten skalieren unterproportional: Mehr verwaltetes Kapital erhöht den Aufwand nicht im gleichen Verhältnis, weil die Infrastruktur bereits aufgebaut ist.
Die Stiftung Warentest hat diese Aspekte in ihrer Renditerefordernis-Rechnung weder erwähnt noch in die Bewertung einbezogen. Aus unserer Sicht ist eine Aussage über die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Anleihe ohne diese Einordnung methodisch unvollständig.
Das Handelsmodell selbst – im Artikel nicht beschrieben
Auch die Funktionsweise des Handelsmodells, die für eine Bewertung der Ertragsquelle zentral ist, wird im Test.de-Beitrag nicht dargestellt. Stattdessen wird der Eindruck erweckt, es handle sich um eine spekulative Wette.
- Intraday-orientierter, marktneutraler Ansatz: Positionen werden in der Regel innerhalb eines Handelstages geschlossen, kein Übernacht-Risiko.
- Regelbasiert und vollautomatisiert: Jede Entscheidung folgt vordefinierten statistischen Signalen, nicht subjektivem Bauchgefühl.
- Geringe Korrelation zum Aktienmarkt: Das Modell zielt auf statistische Ineffizienzen, nicht auf Markttrends.
- Algorithmische Risikogrenzen: Maximale Positionsgrößen, Stop-Mechaniken und Tageslimits sind im System verankert.
Risikoeffizienz im Vergleich: RoMaD vs. DAX-ETF
Rendite allein sagt wenig über die Qualität einer Strategie aus. Wesentlich ist die Effizienz, mit der Risiko in Ertrag verwandelt wird. Der RoMaD (Return on Maximum Drawdown) setzt die durchschnittliche Jahresrendite ins Verhältnis zum maximalen historischen Wertverlust. Ein direkter Vergleich mit einem marktbreiten DAX-ETF zeigt, warum diese Kennzahl für das Alphawave-Modell relevant ist.
| Kennzahl | DAX-ETF (historisch) | Alphawave NC 6.1 |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Jahresrendite | ca. 7,5 % | ca. 28,0 % |
| Maximaler Drawdown | bis zu 60,0 % | ca. 23,7 % |
| RoMaD (Risikoeffizienz) | 0,1 | 1,2 |
Die Stiftung Warentest wurde mehrfach zu vertiefenden Gesprächen, Live-Demonstrationen und Einblicken in Simulationen und Infrastruktur eingeladen. Diese Einladungen wurden nicht angenommen. Eine inhaltliche Würdigung des Handelsmodells findet im Artikel deshalb nicht statt.
Die Gruppenstruktur und Schutzlogik – im Artikel verkürzt
Der Test.de-Beitrag beschreibt die Gruppenstruktur in einer Weise, die den Eindruck erweckt, Anleger stünden wirtschaftlich „ganz hinten“. Tatsächlich ist die Struktur bewusst so gestaltet, dass das Risiko überwiegend bei den Gesellschaftern liegt.
- Gesellschafter werden als letztes bedient: Sie dürfen erst bedient werden, nachdem die Gesellschaft ausreichend Eigenkapital aufgebaut hat.
- Externe qualifizierte Rangrücktritte: Mehrere gruppeninterne Forderungen treten hinter die Anleihegläubiger zurück und sind nicht vor diesen fällig.
- Begrenzte Drittgläubiger: Die operative Gesellschaft hat außerhalb der Gruppe nur einen kleinen Kreis weiterer Gläubiger.
- Mittelverwendung ist prospektiert und offengelegt: Reinvestition, Skalierung und Refinanzierung folgen einer dokumentierten Logik – nicht der einer linearen Renditeforderung.
Diese Logik ist im Wertpapierprospekt nachlesbar. In der Berichterstattung wurde sie nicht im Detail dargestellt, obwohl die Stiftung Warentest so etwas untersuchen kann.
Wer ist eigentlich Emittentin? – im Artikel vermischt
Im Test.de-Beitrag wird wiederholt vor der Alphawave GmbH gewarnt. Tatsächlich ist die Alphawave GmbH nicht Emittentin der Anleihe und bietet keinerlei Anlageprodukt gegenüber Privatanlegern an.
- Emittentin der Anleihe ist die Alphawave Finance GmbH, eine eigenständige Gesellschaft mit eigenem CSSF-gebilligten Wertpapierprospekt (BaFin-notifiziert).
- Die Alphawave GmbH ist die operative Gesellschaft, die das Handelssystem betreibt und auf eigene Rechnung handelt.
- Es bestehen keine Kundendepots, keine Vermögensverwaltung gegenüber Dritten und kein eigener Anleihevertrieb durch die Alphawave GmbH.
Eine sachgerechte Anlegerinformation muss sich auf das konkrete Produkt einer tatsächlichen Emittentin konzentrieren, statt gruppenbezogen ein negatives Gesamtbild aufzubauen.
Die Rechnung der „62 % notwendigen Rendite“ – methodisch verkürzt
Eine der zentralen Aussagen des Artikels ist eine errechnete „notwendige Rendite“ aus dem Emissionsvolumen. Diese Rechnung übersieht aus unserer Sicht mehrere Punkte.
- Der „Target Yield“ ist im Konzept ein nicht-bindender Referenzwert, kein fester Liquiditätsanspruch der Gesellschafter gegenüber der Emittentin.
- Gruppeninterne Mittel haben andere Konditionen als Anleihezinsen und sind nachrangig – sie können nicht 1:1 in eine operative Bruttorendite umgerechnet werden.
- Die Tilgung folgt einer end-fälligen Struktur: Das Unternehmen muss seine Verpflichtungen nicht „ansparen“, sondern kann Kapital im Zeitverlauf produktiv einsetzen und refinanzieren.
- Erwirtschaftete Gewinne werden reinvestiert, was die effektive Renditeschwelle deutlich senkt.
Aus diesen Gründen entspricht die im Test.de-Beitrag genannte Rendite-Schwelle aus unserer Sicht nicht der wirtschaftlichen Realität der Anleihe, sondern dem Ergebnis einer methodisch verkürzten Modellrechnung.
Die Korrespondenz mit der Stiftung Warentest – im Artikel nicht zitiert
Vor Veröffentlichung des Artikels gab es einen umfangreichen schriftlichen Austausch zwischen Alphawave und der Stiftung Warentest. Darin wurden u. a. die folgenden Punkte ausführlich beantwortet.
- Die Herkunft und Bedeutung des Markennamens „Alphawave“.
- Der Weg zur Profitabilität ab 2024 inklusive der konkreten Zahlen für 2024 und 2025.
- Die Beziehung zur 123 Invest Group und die rechtliche Abgrenzung der Gesellschaften.
- Die technologische Infrastruktur, die Risikokennzahlen (u. a. Ending VAMI 1.323,11, Max Drawdown 9,37 %, Sharpe 0,71) und die Mittelverwendung.
- Die Erläuterung der Skalierbarkeit des Handelsmodells bis in den Bereich von 100 Mio. € verwaltetem Kapital.
Diese inhaltlichen Antworten sind im veröffentlichten Beitrag nicht erkennbar berücksichtigt worden. Wir stellen die Korrespondenz daher transparent zur Verfügung.
Fazit: Risikohinweise sind kein Ersatz für eine Analyse
Risikohinweise aus einem Wertpapierprospekt sind gesetzlich vorgeschrieben und beschreiben Worst-Case-Szenarien. Sie sind ein wichtiger Teil der Anlegerinformation, aber sie ersetzen keine Analyse des tatsächlichen Geschäftsmodells, der operativen Substanz, der Skalierungsfähigkeit und der Zukunftsperspektive einer Emittentin.
Wir teilen das Ziel des Verbraucherschutzes und nehmen jede kritische Auseinandersetzung mit unserem Geschäftsmodell ernst. Wir bitten Leserinnen und Leser jedoch, sich ein eigenes Bild zu machen – auf Basis der Originaldokumente, der testierten Ergebnisse und unserer ausführlichen Stellungnahme.
Fixed Income Anleihe 28 / 30
Festverzinst investieren in ein profitables Quant-Fintech.
8,00 %
pro Jahr · 3 Jahre Laufzeit
8,50 %
pro Jahr · 5 Jahre Laufzeit
- Depotfähige Inhaberschuldverschreibung der Alphawave Finance GmbH
- Operativ profitables Fintech. Phase der Forschung abgeschlossen. Seit zwei Jahren profitabel.
- Zeichnung digital online oder klassisch per Zeichnungsschein.
Nächster Schritt
Strategie live ansehen und investieren.
Auf alphawave.eu erfahren Sie alles über Investmentprodukte, Performance und Konditionen.
Zur Investmentplattform